Dominion – Erweiterungen und Strategien für das Spiel des Jahres 2009 | Dominionblog.de
Grosser Markt

Grosser Markt

September 18, 2010 by Ole · 6 Kommentare 

GrosserMarkt

Mit Kosten von 6GE steht der Große Markt in direkter Konkurrenz zum Gold. Zusätzlich hat er noch die einschränkende Klausel, dass man ihn nicht kaufen darf, wenn man Kupfer im Spiel hat.

Ist der Große Markt denn so viel besser als ein Gold?
Zieht man mit dem Großen Markt ein Kupfer nach, hat man immerhin noch den Zusatzkauf, den man durch das Gold nicht bekommt. Bei höherwertigen Geldkarten oder Aktionskarten ist der Unterschied noch deutlicher.
Zieht man eine Punkte- oder Fluchkarte nach, so hat man diese Runde zwar keine 3GE aus dem Großen Markt geholt, dafür hat man die nächste Runde verbessert.

Beim genaueren Vergleich zeigen sich folgende Unterschiede:
Gold ist eine Geldkarte. Das heißt, dass Abenteuer und Abenteurer es finden, Münzer es kopieren kann, Kräuterkundiger es auf den Nachziehstapel legen kann, es für die Bewertung der Bank mitzählt, es von der Mine in Platin (oder jede andere Geldkarte) umgewandelt werden kann, aber auch dass es vom Piratenschiff entsorgt und vom Dieb geklaut werden kann. Dazu kommt, dass man keine freie Aktion braucht, um das Gold zu nutzen. Das wird wichtig, wenn man es beispielsweise mit einer Schmiede nachzieht.
Der Große Markt ist eine Aktionskarte. Also deckt man ihn lieber mit der Vision auf, er zählt mit für Weinberg, Hausierer und Verschwörer, man kann ihn mit dem Golem aufdecken und mit der Bibliothek überspringen, der Steinbruch macht ihn billiger und man kann Thronsaal und Königshof darauf spielen. Allerdings braucht man eine freie Aktion, um ihn zu spielen. Die ist beim Gold nicht nötig.

Im direkten Vergleich ist der Große Markt also meistens besser als Gold. Besonders in einem gut aufgeräumten Deck, wo die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass man einen weiteren Großen Markt nachzieht, ist der Große Markt überragend.
Gold ist dann besser, wenn man es mit einem terminierenden Kartenzieher nachzieht (und keine Aktion mehr frei hat).

Wie kommt man an den Großen Markt?
Die einschränkende Klausel macht es schwierig, den Großen Markt einfach so zu kaufen. Es gibt aber einige Tricks, diese Klausel zu umgehen.
Die eleganteste Lösung ist wohl die Verwendung eines Gewölbes. Das Gewölbe wird ausgespielt, alle Karten abgelegt und man hat 6GE virtuelles Geld für den Großen Markt.
Ähnlich – nur wesentlich schlechter – funktioniert die Geheimkammer.
Man kann auch eine 3er-Karte ausbauen, eine 4er-Karte umbauen oder eine 5er-Karte anbauen.
Der Schmuggler ist eine weitere Möglichkeit, wenn der Gegner mitspielt.
Es existieren noch exotischere Möglichkeiten, an den Großen Markt zu kommen. Diese beruhen in der Regel entweder auf einer Kombination von Schwarzmarkt und Steinbruch sowie einer Werkstatt oder Eisenhütte oder auf einer Kombination von Aktionsgebern, Brücken und Festmahl/Universität. Diese Fälle sind aber extrem selten.
Ansonsten sind natürlich allgemein alle Karten zu nennen, die virtuelles Geld erzeugen. Besonders erwähnenswert ist der Geldverleiher, der gleichzeitig Kupfer entsorgt und somit hilft, die einschränkende Klausel öfter umgehen zu können. Ebenfalls gut ist der Müllverwerter, der schon mal 4 und mehr GE erzeugen kann.
Der Steinbruch erleichtert den Kauf ebenfalls enorm.

Kombinationen:
Der beste Freund des Großen Markts ist der Hausierer. Der Große Markt verringert dessen Kosten und liefert den Zusatzkauf, den man im Zusammenhang mit Hausierern immer haben möchte. Der Hausierer wiederum liefert virtuelles Geld, mit dem man weitere Große Märkte kaufen kann. So erhält man immer mehr Große Märkte und nebenbei immer mehr Hausierer.

Fazit:
Während der Markt zumeist eher ein notwendiges Übel ist, wenn man einen Zusatzkauf benötigt, ist der Große Markt immer eine sichere Wahl und in den allermeisten Fällen einem Gold vorzuziehen.

Gut mit:
- Hausierer
- Vision, Verschwörer, Golem
- Gewölbe
- Umbau, Anbau, Ausbau
- Entsorgern, besonders Geldverleiher
- Strategien, die virtuelles Geld benötigen/erzeugen
- Strategien, die Zusatzkäufe benötigen

Gut gegen:

- Piratenschiff, Dieb

Schlecht mit:
- Terminierenden Kartenziehern

Schlecht gegen:
- Nichts


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Comments

6 Responses to “Grosser Markt”
  1. X sagt:

    Der große Markt im Vergleich:

    Markt:
    Kosten: 5GE Nutzen: 1 Karte, 1 Aktion, 1 Kauf, 1 GE

    Jahrmarkt
    Kosten: 5GE Nutzen: 2 Aktionen, 1 Kauf, 2 GE

    Bazar:
    Kosten: 5GE Nutzen: 1 Karte, 2 Aktionen, 1 GE

    Großer Markt:
    Kosten: 6GE Nutzen: 1 Karte, 1 Aktion, 1 Kauf, 2 GE, nicht kaufbar wenn Kupfer im Spiel

    Der große Markt ist etwas teurer als der Markt und bringt im Endeffekt 1 GE mehr. Allerdings ist der große Markt etwas verwöhnt und lässt sich nicht von billigen Kupfer kaufen, was wohl für den einen oder anderen etwas abschreckend erscheint.
    “Was der kostet 1 GE mehr, bringt fast das selbe wie der Markt und dann noch ne Schwierigkeit beim Kauf??? Is ja ne blöde Karte…”

    Zur Kupferklausel…
    Da ein guter Dominionspieler ohnehin versucht sein Kupfer schnell los zu werden sollte der Kauf eines großen Marktes bald ohnehin keine Schwierigkeit mehr darstellen.
    Außerdem ist ja nur das Kupfer im SPIEL betroffen! (wenn dies falsch sein sollte bitte ich um Verbesserung!) also darf man doch (sollte schon genügend Gold und Silber für einen großen Markt zustande gekommen sein) das Kupfer auf der Hand behalten und es somit garnicht erst ins spiel kommen lassen.

    (Jetzt mal ernsthaft, wäre es erlaubt Kupfer quasi zu “Verschweigen” wenn man mit z.B. 2 Gold auf die nötigen 6 GE für den Großen Markt kommen würde?)

    Zu den 2 GE…
    Hier liegt ja der große Unterschied zwischen Markt und großer Markt.
    Ein unscheinbares 1 GE. Doch wer wert darauf legt sein Kupfer auszusortieren sollte bei den Aktionskarten nicht nachsichtig sein! Immerhin befindet sich auf dem Markt ja ein virtuelles Kupfer, während man beim großen Markt ein Silber hat! und wie oft passiert es das einem genau dieses eine GE auf der Hand zur Provinz fehlt.
    Im übrigen spart man beim Großen Markt doch eigentlich noch:

    1 Markt + 1 Silber = 5 GE + 3 GE = 8 GE
    1 Großer Markt = 6 GE

    Hinzu kommt das man mit Großer Markt nur eine Karte auf der Hand hält, während man bei Markt + Silber schon 2 von seinen 5 Karten verbraucht hat.

    Fazit: Im Endeffekt ist der Große Markt die Luxusausführung des Marktes, welcher einem nicht nur ein Silber anstelle eines Kupfers bietet, und das auch noch für 2 GE günstiger (Siehe Rechnung oben) , sondern einen durch die “Kupferklausel” auch noch freundlich daran erinnert sein billiges Kupfer doch schnell in Silber oder Gold umzuwandeln.

  2. X sagt:

    Damit es nicht zu missverständnissen bezüglich der Rechnung kommt:

    Ich weis das Markt + Silber insgesamt 3 GE zum Kauf ergeben und Großer Markt nur 2 GE bietet!
    Trotzdem ist der Große Markt was die Handkarten angeht hier von Vorteil.

    Bei gleichem Wert müsste man nämlich 1 Markt +1 Kupfer halten (2 von 5 Handkarten)
    während man bei Großer Markt (1 von 5 Handkarten) den gleichen Effekt hätte.

    Ich wollte mit Markt + Silber nur aufzeigen was man halten müsste damit der Große Markt wertmäßig unterlegen wäre, wobei man hier ja trotzdem noch mehr karten hält als bei einem Großen Markt.

  3. Benjamin sagt:

    (Jetzt mal ernsthaft, wäre es erlaubt Kupfer quasi zu “Verschweigen” wenn man mit z.B. 2 Gold auf die nötigen 6 GE für den Großen Markt kommen würde?)

    Ja das ist erlaubt,du mußt nur die Geldkarten auslegen die du zum Kaufen verwenden willst und kannst durchaus Kupfer oder andere Karten(zb. Schmuggelware) auf der Hand behalten ohne diese zu spielen.

    Gruß Benjamin

  4. Der Siedler sagt:

    Bei uns ist es sogar häufig ein Ärgernis, wenn man pennt und einfach – gewohnheitsmäßig – alles Geld ausspielt. Dann kann einem schonmal gehörig was an großen Märkten durch die Lappen gehen. Verschärft aber die Konzentration. Mit “humanen” Regeln und “Gnade vor Recht” spielen wir sowieso schon lange nicht mehr :D

  5. X sagt:

    Ja… mit der Zeit schleichen sich einfach eigene Regeln ein ^^

  6. XTR sagt:

    “Verschweigen” darf man ein Kupfer nur, wenn man es nicht zum Kaufen einsetzt. Egal für welchen Kauf in der Kaufphase.

    Aus der Blütezeit-Anleitung:

    Kaufphase – In der Kaufphase muss der Spieler seine Geldkarten einzeln
    auslegen. Er darf dabei jedoch die Reihenfolge selbst bestimmen. Legt ein
    Spieler eine Geldkarte mit zusätzlichen Anweisungen aus, führt er diese
    Anweisungen nach Möglichkeit aus, bevor er eine weitere Geldkarte auslegt. Ist
    die Anweisung durch eine Linie vom Wert getrennt, tritt sie erst später in Kraft
    bzw. nur, wenn eine Bedingung erfüllt wird. Der Spieler muss alle Geldkarten,
    die er in dieser Runde auslegen möchte, auslegen, bevor er eine Karte kauft
    (auch wenn er mehrere Käufe zur Verfügung hat). Der Spieler darf in dieser
    Kaufphase keine Geldkarten mehr auslegen, nachdem er eine Karte gekauft hat.

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