Dominion – Erweiterungen und Strategien für das Spiel des Jahres 2009 | Dominionblog.de

Blütezeit

Dominion – Blütezeit ist die 3. Erweiterung für Dominion. Als neues Material bekommen wir 9 quadratische Tableaus, 8 Geldmarker, 16 kleine und 15 große Punktemarker und nicht zuletzt 300 Karten, darunter je 12 Karten “Platin” und “Kolonie” sowie 25 Sets neuer Königreichkarten, geliefert.

Platin und Kolonie
Dies sind zusätzliche Basiskarten: Platin (5 GE) ist wertvoller als Gold (3 GE), kostet aber 9 GE; eine Kolonie (10 Punkte) ist wertvoller als eine Provinz (6 Punkte) und kostet 11 GE. Haben wir also alle unsere früheren Dominion-Spiele unvollständig gespielt? Nein. Und es wird auch nicht empfohlen, ab sofort alle Spiele mit diesen größenwahnsinnigen Karten zu spielen. Sie verschieben das Spiel nämlich ein wenig: Es dauert länger und man hat mehr Zeit, ein schönes Deck zu bauen, bevor man es sich mit den teuren Kolonien vollstopfen kann.
Wegen dieser “Inflation” sind übrigens auch die Königreichkarten dieser Erweiterung tendenziell teurer – es gibt sogar vier Karten, die 7 GE kosten. Mit diesen Karten ärgert man sich auch nicht mehr, dass man gerade eine GE zu wenig für die Provinz hat.
Beispiele: Kunstschmiede, Königshof

Geldkarten (8 Karten)
Spätestens hier sollte klar sein, dass Reichtum das Thema dieser Erweiterung ist. Unter den Königreichkarten sind nicht nur, wie gewohnt, Aktionskarten, sondern auch Geldkarten mit besonderen Fähigkeiten. Diese werden einfach wie Kupfer, Silber, Gold und Platin in der Kaufphase ausgespielt und bringen weitere Vorteile, die sich insbesondere auf den Kauf auswirken.
Beispiele: Königliches Siegel, Schmuggelware

Karten mit Punkte-Markern (3 Karten)
Spielt solch eine Karte mit, erhält jeder ein Tableau, worauf er durch diese Karten erworbene Siegpunkt-Marker legen kann. Diese Marker zählen bei Spielende je einen Siegpunkt, also wie Anwesen. Bei diesem Vergleich haben sie aber den angenehmen Vorteil, dass sie nicht im Kartendeck stören, sondern auf dem Tableau sicher wie im mittelalterlichen Tresor liegen.
Beispiele: Denkmal, Bischof

Karten, die Käufe belohnen (8 Karten)
Diese Karten machen etwas, “wenn du eine Karte kaufst”. Wer mehrere Karten kauft, wird dadurch auch stärker belohnt.
Beispiele: Hort, Halsabschneider

Karten, die Kaufentscheidungen beeinflussen (6 Karten)
Für die Handelsroute liegt auf jedem Punktekartenstapel zu Beginn ein Geldmarker. Wird die erste Karte vom Stapel gekauft, wandert der Geldmarker auf das Tableau Handelsroute, wodurch Handelsrouten nun 1 GE mehr einbringen werden. Der Große Markt ist für 6 GE ziemlich billig, darf allerdings nicht mit Kupfer bezahlt werden.

Übersetzungsfehler (5 Karten)
Gerade zur Blütezeit hat sich der Hans im Glück-Verlag leider gehäuft Tipp- und Formulierungsfehler erlaubt; es gibt eine offizielle Errata und unsere Fehlerliste. Eine neue Auflage ist momentan nicht in Aussicht, aber die Fehler sind nicht gravierend.

Fazit:

Dominion – Blütezeit gestaltet die Kaufphase interessanter und hebt mit den teuren Basiskarten das Preisniveau. Die Kolonien sowie die Siegpunkt-Marker bieten Alternativstrategien zu den Provinzen an. Mit Geldkarten und dem Belohnen von Käufen ergeben sich neue taktische Überlegungen.
Auch Blütezeit kommt durch viel Zusatzmaterial und themennahe Spielmechaniken sehr stimmungsvoll daher. Hier wird fündig, wem das Basisspiel zu aufgesetzt vorkam.
Insgesamt ist Blütezeit eine sehr gute Erweiterung, die aber statt der Aktions- die Kaufphase in den Vordergrund stellt.

Für wen lohnt sich also Blütezeit?

  • Genießer: Wer das Spielende durch Provinzen zu schnell fand, wird viel Spaß haben, sich starke Decks aufzubauen.
  • Atmosphärenfreunde: Stimmungsvoll durch das Thema “Reichtum”.
  • Wirtschafter: Bietet viele neue Überlegungen, mit Geld umzugehen.
  • Planer: Ermöglicht ausgefallene neue Strategien.
  • Zweisame: Alternative Strategien (3 Stapel leeren) werden sehr gestärkt, auch beim 2er-Spiel.

Und wer sollte besser die Finger davon lassen?

  • Wer keine ähnlichen Karten will: Enthält einige offensichtliche Varianten von Karten des Basisspiels.
  • Einsteiger: Wer Provinzen nicht gewohnt ist, freut sich nicht so sehr über die neuen Basiskarten.

Folgende Karten des Basisspiels haben einen ähnlichen Charakter wie Blütezeit-Karten:
Markt, Mine, Abenteurer.

Autor: marktlehrling

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