Dominion – Erweiterungen und Strategien für das Spiel des Jahres 2009 | Dominionblog.de
Kolonie

Kolonie

September 29, 2010 by Ole · 5 Kommentare 

Kolonie

Nutzen: 10SP am Spielende
Herkunft: Dominion-Blütezeit
Kosten: 11
Kartentyp: Punkte

Um zu entscheiden, ob die Kolonie mitspielt, gibt es mehrere Möglichkeiten: DXV empfiehlt, nur mir der Kolonie zu spielen, wenn die erste aufgedeckte Platzhalterkarte aus der Blütezeit ist, in der deutschen Spielregel wird empfohlen, nur bei drei oder mehr Blütezeitkarten die Kolonie zu nutzen.
Die Kolonie ist bisher die wertvollste Punktekarte. Mit einem Punkte-Kostenverhältnis von 0,9:1 übertrift sie sowohl die Provinz (0,75:1), das Herzogtum (0,6:1) als auch das Anwesen (0,5:1). Dafür ist die Kolonie mit 11GE aber auch die teuerste Karte im Spiel. Grundsätzlich stellt sich in Spielen mit der Kolonie die Frage, ob und wann man es darauf anlegen sollte, viele Kolonien zu kaufen, oder ob man vielleicht doch lieber versucht, viele Provinzen zu ergattern.
Aufgrund der hohen Kosten und dem damit verbundenen Zeitaufwand dauern Spiele mit Kolonie normalerweise deutlich länger als Spiele ohne Kolonie.

Provinz oder Kolonie?

Erst einmal ist zu sagen, dass sich das allgemein nicht so gut sagen lässt, es aber erfahrungsgemäß sinnvoller ist, zu versuchen, möglichst viele Kolonien zu erlangen und dass es nur selten sinnvoll ist, auf Provinzen zu gehen. Dieser Fall tritt dann ein, wenn abzusehen ist, dass das Spiel sehr lange dauern wird oder das eigene deck “verstopft” sein wird. Die Gefahr ist dann aber, dass der Gegner dann auf Kolonien geht, was durch das ausliegende Platin begünstigt wird, und man selber keine Chance mehr hat, auf 11GE zu kommen. Ein weiterer Grund, Provinzen zu kaufen, ist, dass man selber im End-Game nur auf 8GE kommt und somit nur eine Provinz kaufen kann. In schnellen Durchlauf- oder Filterdecks ist es aber in der Regel sinnvoller und erfolgsversprechender, auf Kolonien zu setzen.

Wie komme ich auf 11GE?

Es ist sicherlich nicht einfach, auf die benötigten 11GE zu kommen, daher hier ein par Hinweise: Es gibt zwei grundlegende Wege, dieses Ziel zu erreichen: Entweder ausgewogene Decks mit viel Geld oder starke Durchlaufdecks. Ausgewogene Decks erhält man in Setups mit Entsorgern, da normalerweise keine störenden Karten mehr vorhanden sein sollten, wenn man beginnt, wertvolle Punktekarten zu kaufen. Man entsorgt also früh die Anwesen und Kupfer und kauft schnell erste Gold- und Platinkarten. Hinzu können noch einige Angriffskarten kommen, um den Gegner zu schwächen und später Filterkarten wie zum Beispiel der Keller.
Die zweite Möglichkeit sind Durchlaufdecks, idealerweise auch mit Entsorgern verknüpft. Diese Decks basieren darauf, jede Runde eine möglichst große Zahl an Karten auf der Hand zu haben und dann auch auf 11GE zu kommen. Das lässt sich mit einer klassischen Dorf-Schmiede-Strategie ebenso erreichen wie mit viele Laboratorien oder anderen ähnlichen Karten. Man sollte aber darauf achten, dass man immer wieder auf genug Geld kommt und daher vielleicht lieber erstmal eine stabile Durchlaufstrategie aufbauen, bevor man beginnt, Kolonien zu kaufen. Man kann natürlich auch beide Strategien verknüpfen, was natürlich optimal ist.

Gut mit: schnellen Durchlaufdecks, ausgewogenen Decks mit viel Geld, Ausbau
Schlecht mit: „zugemüllten Decks“

Fazit
Die Kolonie ist in den meisten Spielen, in denen sie ausliegt, der beste Weg zum Sieg, was durch bestimmte Karten (Dörfer, Kartenzieher, Entsorger) unterstützt wird, in selten Fällen sollte man lieber auf die Kolonie verzichten und dann versuchen, das Spiel möglichst schnell zu beenden.

Dominion – Erweiterungen und Strategien für das Spiel des Jahres 2009 | Dominionblog.de