Herzogtum
Herzogtum
Juli 12, 2009 by admin · 1 Kommentar

Nutzen: 3SP am Spielende
Herkunft: Dominion-Basispiel
Kosten: 5
Kartentyp: Punkte
Das Herzogtum ist eine Punktekarte, die sich zwischen Anwesen und Provinz eingliedert. Das Punkte-Kostenverhältnis ist 0,6:1, damit besser als beim Anwesen (0,5:1) und schlechter als das von einer Provinz (0,75:1). Wie alle Punktekarten macht die Karte erst im End-Game Sinn, weil sie sonst das Deck blockiert. Aber auch im End-Game ist sie nicht immer sinnvoll.
Wann ist das Herzogtum im End-Game sinnvoll?
Dazu zwei Beispiele:
1.) Ich habe bereits vier Provinzen, der Gegner zwei. Es liegen also noch zwei Provinzen aus. Ich bin an der Reihe und komme auf 8GE, mit denen ich eine Provinz kaufen könnte, das mache ich auch, da ich dann einen Zwei-Provinzen-Vorsprung habe, der für meinen Gegner quasi uneinholbar ist. Hier spielt das Herzogtum also gar keine Rolle.
2.) Ich habe drei Provinzen, mein Gegner auch. Ich bin an der Reihe. Ich komme auf 10GE und habe zwei Käufe. Das Deck meines Gegners ist relativ stark, es ist durchaus möglich, dass er im nächsten Zug auf 13GE kommt. Ich kaufe keine Provinz, weil mein Gegner im nächsten Zug dann möglicherweise eine Provinz und ein Herzogtum kaufen könnte, ich hätte verloren. Stattdessen kaufe in zwei Herzogtümer. Mein Gegner wird sich in seinem Zug genau dasselbe denken, also auch keine Provinz kaufen. So geht es hin und her, bis irgendwann die Herzogtümer aufgebraucht sind, oder einer der beiden den Schritt wagt und eine Provinz kauft. Das bietet sich an, wenn der Gegner eine Runde mal nicht auf 5GE kam, weil man dann einen Vorsprung hätte, auch wenn der Gegner die Provinz kaufen würde. In diesem Beispiel spielt das Herzogtum also eine spielentscheidende Rolle.
Die Situation ändert sich, wenn Kolonien ausliegen. Dann ist das Herzogtum schwächer, weil drei Punkte einfach zu wenig sind, um noch etwas zu ändern. Trotzdem kann es sein, dass ein Herzogtum die entscheidenden Punkt bringt, das ist aber eher selten der Fall.
Mit welchen Karten harmoniert das Herzogtum?
Da wäre natürlich einmal die klassische Herzogtum-Kombo-Karte, der Herzog. Er gibt einen Punkt je Herzogtum im eigenen Deck. Es ist dann am sinnvollsten, erst drei Herzogtümer und dann abwechselnd Herzog und Herzogtum zu kaufen, es kann aber auch sinnvoll sein, erst den Herzogtum-Stapel aufzubrauchen, wenn der Gegner auch Herzogtümer kauft. Das kann sich richtig lohnen (Wenn man alle Herzöge und deren Besitztümer hat, kommt man auf 96 Punkte).
Eine weitere Kombo ist die mit dem Hort, weil man dann für 5GE quasi ein Gold bekommt.
Auch mit Gärten harmoniert das Herzogtum, weil man auch in einem Gärtendeck noch hin und wieder auf 5GE kommen sollte, von denen man im Fall, dass die Gärten schon aufgebraucht sind, ein Herzogtum kaufen sollte.
Ebenfalls zu erwähnen ist die Kombination mit dem Späher. Man kann dann schon früher beginnen, Herzogtümer und andere Punktekarten zu kaufen, weil diese dann nicht im nächsten Zug die Hand blockieren und man sie im Idealfall sogar noch “weiterverwerten” kann (z.B. mit Keller oder Gewölbe), falls man sie aufdeckt.
Mit der Verwandlung lassen sich Aktionskarten im End-Game in Herzogtümer verwandeln, auch das kann die entscheidenden SP bringen.
Gut mit: Herzog, Hort, Gärten
Schlecht mit: Kolonie
Fazit
Das Herzogtum sollte in Setups mit der Kolonie keine Rolle spielen, in Setups ohne diese kann es aber eine spielentscheidene Rolle übernehmen.
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