Festplatz
Festplatz
Juni 4, 2011 by Ole · 23 Kommentare
Mit dem Festplatz gibt es mal wieder eine einfache Punktekarte. Er belohnt unterschiedliche Karten in unserem Deck. Das Konzept ist etwas ungewohnt: Es ist hierbei nämlich nicht wichtig, wie viele Karten wir haben, sondern nur, was für Karten wir haben. Wir wollen also möglichst eine Karte von jedem Vorratsstapel in unserem Deck haben. Je nachdem, wie viele unterschiedliche Karten wir haben, ist der Festplatz eine andere Karte:
1 bis 9 verschiedene Karten
Hier liefert der Festplatz 0 oder 2 Siegpunkte, ist also schlechter als ein Herzogtum. Decks mit so wenig verschiedenen Karten entstehen durch “Monokulturen” (z.B. nur Geld; Lakai; Jahmarkt & Bibliothek). Falls eine solche Strategie sich anbietet und diese besonders schnell ist, sollte man lieber auf den Festplatz verzichten.
10 bis 14 verschiedene Karten
In diesem Fall ist ein Festplatz 4 Punkte wert. Hier lohnt er sich, denn sein Preis-/ Leistungs-Verhältnis (0,67 Punkte pro GE) liegt zwischen dem von Herzogtum (0,6 Punkte/ GE) und Provinz (0,75 Punkte/ GE). Er sollte dann aber ähnlich dem Herzogtum behandelt werden, also nur gegen Ende des Spiels gekauft werden. Provinzen bleiben dabei das anzustrebende Ziel des Zuges.
15 bis 19 verschiedene Karten
Jetzt kommen wir zur Festplatz-Strategie. Nun liefert nämlich jeder Festplatz so viele Punkte wie eine Provinz, d.h. man bekommt sogar 6 Punkte für 6 GE (1:1)! Um das zu erreichen, braucht man allerdings erst ein Exemplar von fast jeder ausliegenden Karte; normalerweise besteht der Vorrat aus 17 Stapeln. Dies ist nur sinnvoll, wenn die Karten zumindest leidlich ins Deck passen, am Besten eignen sich hier die sich selbst ersetzenden Cantrips (mit +1 Karte, +1 Aktion). Außerdem ist zu beachten, dass die Zahl der Provinzen in diesem Fall gewissermaßen verdoppelt wird, sich also das Spiel mehr in die Länge zieht. Wir sollten also beim Kaufen immer auch darauf achten, wie schnell wir welche Spielende-Bedingung auslösen wollen – Provinzkäufe können durchaus angebracht sein.
20 und mehr verschiedene Karten
Der Schwarzmarkt bringt die Möglichkeit, mehr unterschiedliche Karten zu bekommen. Oder auch noch mehr. Nun bringt der Festplatz 8 Punkte. Oder eben noch mehr. Andere Möglichkeiten für unterschiedliche Karten bieten momentan der Trank-, Platin- und Koloniestapel, der Bannstapel der jungen Hexe sowie die Preise vom Turnier.
Fazit
Wenn der Festplatz ausliegt, sollte man unbedingt darauf achten, welche verschiedenen Karten man im Laufe des Spiels kauft oder auch entsorgt. Für eine Festplatz-Strategie braucht man mindestens 15 verschiedene Karten – es ist wichtig, die anderen ausliegenden Karten auf Decktauglichkeit zu prüfen. Wenn man glaubt, diese bei Spielende beisammen zu haben, kann man statt Provinzen immer Festplätze kaufen, jedoch sollte man immer beachten, wie und wann das Spiel dann beendet wird.
Gut mit: Cantrips (z.B. Spion, Perlentaucher); Schwarzmarkt; zusätzliche Vorratsstapel (z.B. Junge Hexe, Turnier); Karten, die von Vielfalt profitieren (z.B. Ernte, Füllhorn); Zusatzkäufen (z.B. Brücke, Markt); Filterkarten (z.B. Keller, Kartograph).
Schlecht mit: schnellen Mono-Strategien (z.B. Lakai, Jahrmarkt & Bibliothek).
Gut gegen: einfache Provinzstrategie
Schlecht gegen: Deckmanipulateure (z.B. Trickser)
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