Dominion – Erweiterungen und Strategien für das Spiel des Jahres 2009 | Dominionblog.de
Perlentaucher

Perlentaucher

Oktober 20, 2009 by · 10 Kommentare 

200Perlen

Der Perlentaucher ist eine Karte für 2 GE, die quasi nie wirklich stark, aber als so genannter Cantrip (Aktionskarte, die sich durch “+1 Karte, +1 Aktion” selbst ersetzt) auch fast nie schlecht ist.

Die Cantrip-Funktion selbst

Obwohl der Perlentaucher abgesehen von seinem Zusatzeffekt im Deck quasi unsichtbar ist, hat er alleine aufgrund der dabei ausgespielten Aktion bzw. der nachgezogenen Karte dennoch Auswirkungen auf andere mögliche Aktionskarten. Einige Beispiele:

- Zwei gespielte Perlentaucher bedeuten schon ein Upgrade des Verschwörers
- Der Hausierer wird um 2 GE pro gespieltem Perlentaucher billiger
- Eine mögliche schlechte Karte des Nachziehstapels (z. B. durch Bürokrat oder Seehexe) wird gezogen und verschlechtert nicht den nächsten Zug
- Die allgemeine Aktionsdichte für ein Visionendeck wird erhöht

Diese Vorteile haben alle dieser Cantrips gemeinsam, aber der Perlentaucher ist nunmal schon für 2 GE zu haben, d. h. man kann ihn häufig nebenbei mitnehmen, wenn Zusatzkäufe zur Verfügung stehen.

Die Perlentauch-Fähigkeit

Interessanter ist aber der Bonuseffekt, den der Perlentaucher bietet. Er kann die unterste Karte des Nachziehstapels ansehen und, wenn gewünscht, nach oben holen (also nach potentiellen Perlen tauchen).

Ein grundlegender Vorteil dieser Möglichkeit ist die, dass man gute Karten mit etwas Glück vom Ende des Decks hoch holen kann. Die untersten Karten des Nachziehstapels haben die Eigenschaft, dass sie zum Zeitpunkt des Mischens häufig die eigenen Handkarten sind und damit nicht Teil des neuen Nachziehstapels werden. Gute Karten kann man so vor diesem “Schicksal” bewahren und den Deckdurchfluss nachhaltig verbessern. Das ist zwar nicht der mächtigste aller Effekte, aber mit Sicherheit ist er kein Nachteil.

Darüber hinaus ist die Fähigkeit sehr ähnlich zu der des Spions (ebenfalls ein Cantrip), da auch hier Informationen über die oberste Karte des Nachziehstapels gesammelt und Einfluss darauf genommen werden kann. Im Gegensatz zum Spion kann man die Karte aber nicht vom Nachziehstapel entfernen, was im direkten Vergleich etwas schwächer ist. Dennoch kommt diese Aktion den gleichen Karten zugute, die auch von dem Spion unterstützt werden:

- Für das Eingeborenendorf ist die oberste Karte des Nachziehstapels bekannt
- Vor dem Ausspielen von anderen Kartenziehern kann man zumindest die erste Karte beeinflussen
- Dem Ausguck kann eine zu entsorgende Karte vorgelegt werden
- Mit etwas Glück kann man einem Lohn oder einem Abenteuer eine geeignete Geldkarte nach oben legen

Das alles ist nicht wirklich superstark, aber es ist solide, kann einzelne Züge unter Umständen deutlich verbessern und gibt einem guten Deck häufig noch den zusätzlichen letzten Schliff. Ein Nachteil dieser Geschichte ist, dass mehrere Perlentaucher in einem Zug wertlos sind, wenn man einmal entschieden hat, die Karte nicht nach oben zu holen.

Fazit:

Der Perlentaucher stört als Cantrip ein Deck nur sehr selten und kann daher für 2 GE bedenkenlos auch mehrfach gekauft werden, wenn brauchbare Alternativen fehlen. Manchen Aktionen, wie dem Eingeborenendorf, dem Verschwörer oder dem Ausguck verhilft er im Zweifel sogar erst zu ihrer vollen Stärke.

Gut mit: Karten, die Information über die oberste Karte des Nachziehstapels benötigen (Ausguck, Eingeborenendorf…); Karten, die durch gespielte Aktionen verbessert bzw. billiger werden (Verschwörer, Hausierer…)
Gut gegen: Bürokrat, Seehexe (mit Einschränkungen)
Schlecht mit: -
Schlecht gegen: -

Dominion – Erweiterungen und Strategien für das Spiel des Jahres 2009 | Dominionblog.de