Dominion – Erweiterungen und Strategien für das Spiel des Jahres 2009 | Dominionblog.de
Handelsschiff

Handelsschiff

Oktober 20, 2009 by Ole · 5 Kommentare 

200Hafen
Nutzen: +2GE; Bei Beginn deines nächsten Zuges: +2GE
Herkunft: Dominion-Seaside
Kosten: 5
Kartentyp: Aktion-Dauer

Das Handelsschiff ist auf den ersten Blick relativ unspektakulär. Es bringt in dem Zug des Ausspielens so viel wie ein Silber, „raubt“ aber noch eine Aktion. Der eigentliche Effekt wird erst im nächsten Zug deutlich: Man erhält wieder +2GE (wie ein Silber), braucht aber keine Aktion und hat trotzdem fünf Handkarten für die aktuelle Runde.

Wann nutze ich das Handelsschiff?
Grundsätzlich kann man sagen, dass ein Handelsschiff eigentlich nie schadet, wenn man Aktionen über hat, es aber in Kettenstrategien deutlich bessere Alternativen gibt. In Setups ohne Aktionsgeber muss man allerding sehr genau abwägen, ob es nicht bessere Alternativen gibt. Bei einem 5/2-Start ist ein Handelsschiff eine gute Wahl, weil man in den nächsten Runden mit großer Sicherheit auf 6GE kommt. Natürlich kann es nicht mit klassischen 5er-Startkarten wie der Hexe mithalten. Wenn man in T1/2 nicht auf 5 kommt, macht es Sinn, sich möglichst schnell ein Handelsschiff zuzulegen, weil es vor allem am Anfang und am Schluss zu maximaler Stärke aufläuft. Am Anfang weil man noch nicht so starke Karten hat, um auf viel Geld zu kommen, am Schluss aufgrund der Schwäche des eigenen Decks durch viele störende Punktekarten. Im Mittelteil schadet es auch nicht, aber man hätte meistens auch ohne es genug Geld für ein Gold oder eine Provinz. In einem Setup ohne Entsorger sollte man maximal 3-4 Handelsschiffe haben, in einem Setup mit Entsorger nicht mehr als zwei.

Mit welchen Karten harmoniert das Handelsschiff?
Da das Handelsschiff den nächsten Zug aufwertet, spielt es sich wie fast alle Dauerkarten sehr gut mit dem Außenposten. So kann man trotz der geringen Handkartenzahl auf eine beträchtliche Summe für den Einkauf kommen. Eine weitere Kombo ist aufgrund des virtuellen Geldes der Taktiker, da man obwohl man alle Karten ablegen muss, noch etwas kaufen kann. Ebenfalls gut spielt sich das Handelsschiff mit den Gärten. Da ein Gärtendeck eher zugemüllt ist, sind 2GE eine willkommene Bescherung. Sehr mächtig wird das Handelsschiff mit Thronsaal und Königshof, da sich diese beiden karten sowohl auf die aktuelle aber auch auf die nächste Runde beziehen. Und mit 6GE, die man zusätzlich bekommt, sollte in jedem Fall eine Provinz, meistens sogar eine Kolonie machbar sein.

Es gibt auch ein paar Karten, auf die man mit dem Handelsschiff gut kontern kann. Das sind einmal die Karten, die einen selber zwingen, Karten abzulegen (z.B. Miliz). Andererseits sind das Karten, die eigenes „echtes“ Geld benötigen (z.B. Piratenschiff). Bei ersterem hat man durch das Handelsschiff in seinem Zug mit verminderter Handkartenzahl immerhin 2GE zusätzlich. Der zweite Fall gilt für alle Karten mit virtuellem Geld. Man setzt einfach nicht auf „echtes“ Geld, sondern auf Virtuelles. Das Handelsschiff sticht natürlich hervor, weil es gleich in zwei runden was nützt.

Schwächen des Handelsschiffs
Eine Schwäche des Handlesschiffs ist sicherlich die Kettenstrategie. Wenn man jede Runde sein komplettes Deck nachzieht, ist ein Silber deutlich stärker: Es braucht keine Aktion, kostet weniger und es gibt keine Runde, wo man es nicht spielen kann.


Fazit

Das Handelsschiff ist in einem Setup, in dem es Aktionsgeber gibt, und man Aktionen überhat eine sehr gute Wahl. In einem Setup ohne Aktionsgeber muss man aber genau überlegen, ob man mit Handelsschiffen spielen will.

Gut mit: Außenposten, Taktiker, Gärten, Thronsaal, Königshof
Gut gegen: Miliz, Kerkermeister, Geisterschiff, Piratenschiff, Dieb
Schlecht mit: Kettenstrategien

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