Eingeborenendorf
Eingeborenendorf
Oktober 20, 2009 by Ole · 18 Kommentare
Das Eingeborenendorf
- Kosten: 2
- Nutzen:
- +2 Aktionen
- Wähle eins:
- Lege die oberste Karte von deinem Nachziehstapel verdeckt zur Seite auf dein Tableau Eingeborenendorf.
- Nimm alle Karten von deinem Tableau Eingeborenendorf auf die Hand.
- Typ: Aktion
- Kombinationen: (fast) alle anderen Aktionskarten
Man muss zum Kartentext dazusagen, dass man die Karte, die man auf das Tableau Eingeborenendorf legt und alle die, die darauf liegen, jederzeit ansehen darf.
Aktion 1:
Mit Kosten von nur zwei Geldeinheiten ist das Eingeborenendorf eine der günstigsten Karten im kompletten Kartensatz aller Dominion-Spiele (nur das Kupfer kostet weniger). Wie die anderen Dörfer (z.B.: Fischerdorf und Dorf) liefert das Eingeborenendorf zwei zusätzliche Aktionen, welche die Grundlage für das Ausspielen von weiteren Aktionskarten, die selbst keine weiteren Aktionen liefern, sind.
So kann man das Eingeborenendorf zum Beispiel in Kombination mit Karten, durch die man Karten nachziehen darf, (das Paradebeispiel ist die Schmiede aus dem Basisspiel) spielen; und hat danach immer noch eine Aktion frei, die man je nach Strategie und Kartenhand, für z.B. noch ein (nachgezogenes) Eingeborenendorf verwenden kann.
Konter:
In unserer Spielrunde ist das eine recht erfolgreiche Kombination, die nur schwer auszukontern ist. Das geht am besten mit Angriffskarten, die die Kartenhand der Gegenspieler reduziert, wie es der Kerkermeister kann. Oder man versucht mit dem Spion, den Nachziehstapel des Gegners zu beeinflussen.
Aktion 2:
Die besonderen Fähigkeiten des Eingeborenendorfs sind aber die beiden Möglichkeiten, von denen man sich eine aussuchen muss. Man wählt, ob man sich eine Karte von seinem Nachziehstapel anschaut und diese dann auf sein Tableau Eingeborenendorf legt, oder ob man alle Karten von seinem Tableau Eingeborenendorf auf die Hand nimmt.
Da die Karte im Vergleich zu allen anderen Karten sehr preiswert und mit den beiden Extra-Aktionen auch so schon stark ist (siehe oben beschriebene Kombinationsmöglichkeiten), kaufe ich gerne mehrere Eingeborenendörfer. Mit steigender Anzahl dieser Karte im Deck, steigt natürlich die Chance das Eingeborenendorf zu ziehen und so kommt es häufig vor, dass man schnell mehrere Karten auf seinem Tableau Eingeborenendorf liegen hat, und man diese dann natürlich auf die Hand nehmen kann.
Da man die Möglichkeit hat, sich die Karten anzuschauen, bevor man sie auf sein Tableau legt, kann man beim nächsten Eingeborenendorf leicht entscheiden, ob man noch eine Karte auf sein Tableau legt, oder ob man sämtliche Karten vom Tableau auf seine Hand nimmt.
Konter:
Diese Aktion ist nur dadurch auszukontern, dass man dem Spieler das Nachziehen von weiteren Eingeborenendörfern erschwert. Das Wegnehmen der Karten vom Tableau anderer ist nicht möglich.
Fazit:
Das Eingeborenendorf ist eine Karte, die für den Aufbau eines Zuges durch seine Extra-Aktionen sehr wichtig ist.
Die Kombination aus den beiden Zusatzaktionen und der Möglichkeit, (Aktions-) Karten vom Tableau nehmen zu können, macht das Eingeborenendorf zu einer mächtigen und nicht zu unterschätzenden Karte, die zurecht einen Platz im Deck verdient hat.
Mathias
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