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	<title>Dominion - Erweiterungen und Strategien für das Spiel des Jahres 2009 &#124; Dominionblog.de &#187; Herzog</title>
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	<description>Deutschlands großer Dominion Blog!</description>
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		<title>Herzog</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 14:03:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herzog]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>

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Kosten: 5
Nutzen: Wert 1 Siegpunkt pro Herzogtum im eigenen Kartensatz.
Kartentyp: Punkte

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<ul><span style="font-size: small;"> </span><span style="font-size: 4;"> </span><a href="http://www.dominionblog.de/wp-content/uploads/2009/07/Herzog.png"><img class="alignnone size-full wp-image-1071" title="Herzog" src="http://www.dominionblog.de/wp-content/uploads/2009/07/Herzog.png" alt="Herzog" width="242" height="343" /></a></p>
<li><strong>Kosten: </strong>5</li>
<li><strong>Nutzen: </strong>Wert 1 Siegpunkt pro Herzogtum im eigenen Kartensatz.</li>
<li><strong>Kartentyp: </strong>Punkte</li>
</ul>
<p>Ich habe Dominion in letzter Zeit sehr schätzen gelernt, da es meiner  Meinung nach eine super Kombination aus Glück und Strategie ist. Die  Strategie lässt sich in vielen Punkten wunderbar mathematisch  analysieren, Wahrscheinlichkeitsrechnung kann man in vielen Bereichen  sehr schön elementar anwenden. Das geht von einfachsten Dingen wie das  Ziehen von zwei Schatzkarten in einem Stapel von fester Größe bis zur  Auswertung ganzer Dominions nach dem Erwartungswert der aktuellen  Kaufkraft pro Zug und dessen Schwächung durch den Erwerb von  Punktekarten.<br />
Ich möchte allerdings ein sehr schönes und hoffentlich  auch anschauliches Beispiel aus dem Bereich Analysis schreiben.  Vielleicht noch vorweg, ich bin kein Mathelehrer und kann das Spiel auch  einfach so genießen, trotzdem machen solche Gedanken ab und zu Spaß.</p>
<p>Ich  habe mir in einem Spiel mal die Frage gestellt, ob es besser sei ein  Herzogtum (3 SP) oder einen Herzog zu kaufen (1 SP pro Herzogtum) Beides  kostet mich dasselbe (5 GE). Am Anfang ist es noch recht einfach, klar  kaufe ich erstmal Herzogtümer, alleine bringt der Herzog ja nichts. Aber  ab welchem Punkt sollte man wechseln, und wie ist dann die beste  Reihenfolge beim weiteren Kauf? Bei der Erklärung der Karte Herzog wird  die Situation beschrieben, wenn ich 5 Herzogtümer und 5 Herzöge gekauft  habe. Ich hoffe ich kann zeigen, dass man so was nie machen sollte.  (Nicht böse gemeint gegenüber dem Autor) An dieser Stelle noch der  Hinweis: Natürlich können andere Faktoren auch noch Einfluss haben, geht  beispielsweise der Herzog Stapel als dritter dem Ende zu und ich will  das Spiel noch länger laufen lassen, muss man vielleicht doch von der  optimalen Punkteauswertung abweichen.</p>
<p>Hier also die Analyse  der Herzog-Strategie, also die Antwort auf die Frage:<br />
In welcher  Reihenfolge kaufe ich Herzogtümer und Herzöge, um am Ende des Spieles  die meisten Punkte aus diesen beiden Karten ziehen kann.</p>
<p>Stellen  wir uns vor, das Spiel ist zu Ende und ich zähle die Punkte in meinem  Stapel für diese beiden Karten.</p>
<p>Sei x die Anzahl meiner  Herzogtümer und<br />
Sei y die Anzahl meiner Herzöge.</p>
<p>Dann ergeben  sich meine Punkt aus der Rechnung:</p>
<p>f(x,y) = 3x + xy</p>
<p>Begründung:<br />
Pro  Herzogtum bekomme ich 3 Punkte, also 3x. Für jeden Herzog bekomme ich  so viele Punkte wie Herzogtümer, daher xy.<br />
Zusammen ergibt das die  Punktzahl, die ich mit f(x,y) bezeichne, da diese ja von x und y  abhängt.</p>
<p>Beispiel:<br />
Ich habe 5 Herzogtümer und 2 Herzöge. Also  x = 5 und y = 2. Dann lauten meine Punkte:<br />
f(5,2) = 3*5 + 5*2<br />
Also  habe ich 25 Punkte.</p>
<p>Für das weitere Vorgehen überlege ich mir,  wie x und y noch zusammenhängen. Man sieht im obigen Beispiel leicht,  dass die Summe der Anzahl der beiden Karten 7 war. Allgemeiner  ausgedrückt:</p>
<p>Sei z die Summe der Anzahl der Herzogtümer  gemeinsam mit den Herzögen. Dann ergibt sich die Nebenbedingung:</p>
<p>x  + y = z</p>
<p>Natürlich müssen wir der Vollständigkeit halber  festhalten, dass x und y nie größer als z sein können. Das wird unten  aber noch mal gebraucht…<br />
Das kann man natürlich auch nach y auflösen  und erhält:</p>
<p>y = z – x</p>
<p>In Worten ist das nichts anderes  als: die Anzahl meiner Herzöge ist gleich die Gesamtanzahl dieser beiden  Karten weniger der Herzogtümer ( 2 = 7 – 5)<br />
Wenn ich im folgendem  „Gesamtzahl“ sage, meine ich immer die Anzahl von Herzogtümern mit den  Herzögen und keine anderen Karten in meinem Stapel</p>
<p>Das y kann  ich nun in meine Ausgangsgleichung durch (z-x) ersetzen und erhalte die  folgende Funktion:</p>
<p>f(x,z) = 3x + x(z-x)</p>
<p>Diese ist nun  also von der Gesamtanzahl und von der Anzahl der Herzogtümer abhängig.</p>
<p>Wir  möchten ja wissen, wann die Punktzahl am größten ist. Daher müssen wir  mit Extremwertaufgaben rechnen. Um ein Maximum bestimmen zu können  brauchen wir die erste Ableitung der Funktion. Ableiten, und  Extremwertaufgaben mit Nebenbedingung, lernt man glaube ich in der Sek.  II</p>
<p>Da wir den Anteil der Herzogtümer x in unsere Gesamtanzahl z  wissen wollen, betrachten wir die Funktion erstmal nur in Abhängigkeit  von x, also f(x). (Nicht zuhause nachmachen, das ist mathematisch etwas  unrein). Von dieser bestimmen wir dann die Ableitung f ’(x). Zuerst  formulieren wir aber noch etwas um:</p>
<p>Wir hatten:<br />
f(x)       =  3x + x(z-x)<br />
= 3x + zx – x^2<br />
=-x^2 + x(3+z)</p>
<p>Daraus  ergibt sich die erste Ableitung:</p>
<p>f ’(x) = -2x + 3 + z</p>
<p>Um  einen Extremwert zu bekommen muss diese Ableitung gleich 0 gesetzt  werden.</p>
<p>Also:<br />
-2x + 3 + z = 0</p>
<p>Wir wollen wissen, wie  hoch der Anteil der Herzogtümer x bei einer Gesamtanzahl von z Karten  sein muss, um die meisten Punkte zu haben. Daher lösen wir die Gleichung  nach x auf und erhalten:</p>
<p>x = (3 + z) / 2</p>
<p>Testen wir das  ganze einmal an einem Beispiel:<br />
Sagen wir, ich habe am Ende  insgesamt 11 Karten bestehend aus Herzogtümern und Herzögen. Also ist z =  11. Mit der letzen Gleichung berechne ich die Anzahl der Herzogtümer x =  (3 + 11) / 2, also x = 7. Die Anzahl der Herzöge y haben wir ja mit y =  z – x also y = 4.</p>
<p>Wie viel Punkte ergeben sich daraus?<br />
Nun,  das war:<br />
f(x,y)    = 3x + xy<br />
= 3*7 + 7*4<br />
= 49</p>
<p>Überlegen wir mal, wir hätten anstelle des letzten  Herzogtums noch einen Herzog gekauft. Dann hätten wir bei unseren 11  Karten 6 Herzogtümer und 5 Herzöge. Das macht nur 48 Punkte.<br />
Hätten  wir andersrum einen Herzog mehr, so wären es auch 48 Punkte, das kann  man leicht nachrechnen, per Hand oder mit der Formel.<br />
Da wir mit 49  Punkten offensichtlich das Maximum getroffen haben, scheinen wir ja ganz  gut gerechnet zu haben.</p>
<p>Was heißt das jetzt für unsere  Strategie im Spiel? Wir wollen ja immer wissen was wir als nächstes  kaufen müssen.<br />
Dazu machen wir uns einfach mal eine Wertetabelle, es  geht auch eleganter, aber für unsere Zwecke reicht es.</p>
<p>In einer  Bemerkung oben hatten wir gesagt, dass x nicht größer sein kann als z.  Daher können wir die Gleichung erst ab z = 3 betrachten. Für z = 1 und z  = 2 ist es aber ganz einfach. Natürlich kaufe ich zuerst 2 Herzogtümer,  jeder kann ausrechnen, dass das mehr Punkte am Anfang bringt als ein  Herzog.<br />
Ab der dritten Karte wird es aber interessant:<br />
Wir nehmen  also unsere letzte Gleichung x = (3 + z) / 2 und bekommen:</p>
<p>z = 3  -&gt; x = 3<br />
z = 4 -&gt; x = 3,5<br />
z = 5 -&gt; x = 4<br />
z = 6 -&gt; x  = 4,5<br />
z = 7 -&gt; x = 5<br />
z = 8 -&gt; x = 5,5<br />
z = 9 -&gt; x = 6<br />
z  = 10 -&gt; x = 6,5<br />
z = 11 -&gt; x = 7<br />
…<br />
(Die letzte angegebene  Teile ist wieder das Beispiel: 11 Karten, davon 7 Herzogtümer und  natürlich 4 Herzöge)</p>
<p>Jetzt denkt man aber z.B. bei z =  6: Wie soll ich denn 4,5 Herzogtümer kaufen? Die Interpretation ist  ganz einfach:<br />
Stehe ich noch bei z = 5 Karten, sollten 4 davon  Herzogtümer sein (und eine also ein Herzog)<br />
Bei der 6. Karte ist es  erstmal egal, ob ich eine Herzogtum oder einen Herzog kaufe, die  Punktzahl ist dieselbe (kann man leicht ausrechnen) Bei der 7. Karte  sollte ich aber wieder 5 Herzogtümer und daraus folgende 2 Herzöge  haben.</p>
<p>Man sieht schnell, dass das Maximum linear steigt, es ist  also eine Gerade, das konnte man auch schon aus der Maximumsgleichung  sehen.</p>
<p>Daher die vielleicht etwas unspektakuläre Antwort auf die  oben gestellte Frage:</p>
<p>Frage:<br />
In welcher Reihenfolge kaufe  ich Herzogtümer und Herzöge, um am Ende des Spieles die meisten Punkte  aus diesen beiden Karten ziehen kann.</p>
<p>Antwort:<br />
Am Anfang muss  man 3 Herzogtümer kaufen. Danach kann immer im Wechsel ein Herzogtum  und ein Herzog gekauft werden. Ist die Differenz wischen den beiden  Karten genau 3, kann man auch noch mal das gleiche kaufen wie beim  letzten Mal, danach muss aber wieder ein Wechsel erfolgen.<br />
Das  einfachste ist aber:<br />
Ab der 4. Karte immer abwechselnd kaufen, damit  macht man nichts falsch und erhält das Maximum an Punkten (für diese  beiden Karten), wann immer das Spiel beendet ist.</p>
<p>_____________________________________________________________________________________________</p>
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<p>Der Herzog ist mit den Gärten aus dem Dominion &#8220;Basisspiel&#8221; zu vergleichen. Es ist eine reine Punktekarte und nur stark, wenn man sein Spiel und natürlich sein Deck an ihr ausrichtet. Stellt man sich dabei geschickt genug an, kann mit dem Herzog das Spiel für sich entscheiden.</p>
<p>Durch den Herzog erhält man einen Siegpunkt pro Herzogtum aus dem eigenen Deck. Ein Herzog ist also nur dann zu gebrauchen, wenn ich auch Herzogtümer eingekauft habe.</p>
<p>Ähnlich wie bei der Gärten-Strategie, bei der man die Gärten so oft wie möglich kauft, ist hier das Ziel möglichst viele Herzogtümer zu kaufen. Umso später die Mitspieler etwas von der Strategie mitbekommen, desto höher sind die Chancen zum Sieg. Hat der Gegner notiz von der Herzog-Strategie genommen, so wird er gegensteuern und ebenfalls Herzogtümer kaufen. Unternimmt der Gegner nichts gegen die Strategie, so wird er nur noch schwer gewinnen können.</p>
<p>Natürlich reichen Herzogtümer nicht für die Herzog-Startegie aus. Der Herzog ansich will schließlich auch noch gekauft werden &#8211; und zwar am besten so oft wie möglich. Gehe ich davon aus, dass ich 5 Herzogtümer und 5 Herzöge kaufe, so habe ich <strong>5 x 3 Punkte =15 Punkte</strong> durch die Herzogtümer und <strong>5 x 5 = 25 Punkte </strong>durch die Herzöge, da jeder Herzog pro Herzugtum einen Siegpunkt bringt &#8211; bei 5 Herzogtümern also 5 Punkte. Insgesamt habe ich also schon <strong>40 Punkte</strong> gesammelt. Hinzu kommen evetuelle Anwesen oder gar Provinzen.</p>
<p>Bei 5 Herzogtümern erhalte ich also 5 Siegpunkte für die Kosten von 5 GE für den Herzog. Genau das macht den Herzog so stark. Sollte man sogar noch mehr Herzogtümer ergattern (da wirds allerdings auch unwahrscheinlich), so ist es relativ gesehen die wertvollste Punktekarte.</p>
<p>Der Herzog kann also eine sehr starke Karte sein, er kann einem aber auch eine Niederlage einbringen. 5 Herzogtümer und 5 Herzöge kosten immerhin 50 GE (10 x 5 GE). Dafür benötigt man relativ viel Kaufkraft. Am Anfang vielleicht nicht sehr schwer, aber je mehr Punktekarten sich im Deck verteilen, desto schwieriger wird es auch die 5 GE zu erreichen &#8211; kennen wir ja von dem Gärten-Deck.</p>
<p>Die Stärke des Gegners spielt eine weitere richtige Rolle. Der Herzog sollte also nicht wahllos gekauft werden, sobald er zur Verfügung steht. Wie immer gilt auch hier: sorgfältig überlegen und dann erst kaufen!</p>
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