Universität
Universität
April 17, 2010 by Ole · 15 Kommentare
Aufbau eines Decks mit Universitäten
Anfangs ist es sehr aufwändig, sich ein Deck über Universitäten aufzubauen: In einem Deck-Durchgang kauft man den Trank, im zweiten die Universität, im dritten kann man die Universität benutzen und frühestens im 4. Durchgang hält man die genommene Karte auf der Hand. Ein Deck mit Universitäten zu bauen, dauert also 2 Durchgänge länger als normal. Hat man aber erstmal Universitäten im Deck, kann man die Gegner bald ein- und sogar überholen, wenn der nicht mit einer Speed-Strategie spielt (z.B. Kapelle+Laboratorium, Umbau+Provinz oder Kapelle+Dorf+Umbau).
Eine sehr wichtige Überlegung ist, ob man sich in dem Uni-Deck auch Aktionskarten kaufen sollte. Das Kaufverhalten sollte sich unbedingt ändern, notwendige Aktionskarten sollten zwar gekauft werden, bevorzugt aber Geldkarten bzw. später Punktekarten.
Welche Karten nehme ich mit der Universität?
Da die Universität selbst ein Aktionsgeber ist, braucht man nicht zwingend einen weiteren, damit sie sich lohnt. Möchte man aber viele terminierende Aktionen ins Deck holen, sind auch weitere Aktionsgeber (z.B. Dorf, Jahrmarkt, Bazar) sinnvoll.
Mit Universitäten, Kartenziehern und ggf. einem Entsorger lässt sich in Windeseile ein Kettendeck bauen (Stichwort “Dorf-Schmiede”). Achtung: Konnte man sich nicht viele Geldkarten zulegen, braucht man auch Karten, die Geld und Käufe einbringen (z.B. Jahrmarkt, Mine, Entdecker). Sonst passiert es schnell, dass man sein ganzes Deck auf der Hand hält und trotzdem keine Provinz kaufen kann.
In einem normalen Deck ohne weitere Aktionsgeber sollte man bevorzugt Cantrips (also Karten, die sich selbst ersetzen, z.B. Schatzkammer, Markt) oder zumindest Karten mit +1 Aktion nehmen, aber auch ein paar terminierende Karten (wenn sie gut sind), denn die Universität selbst ist ja ein Aktionsgeber.
Besonders interessant wird sie, wenn 5er-Aktionskarten ausliegen, die man gern massenhaft haben will, wie Lakaien oder Laboratorien. Der Universitätsspieler hat da oft die Nase vorn.
Erwähnenswert ist auch die Möglichkeit, Karten zu nehmen, die mehrfach gespielt einen besseren Effekt haben (z.B. Kerkermeister, Verschwörer, Schatzkarte).
Mit Universitäten kann man auch schnell Stapel leerbekommen. Dies ist sinnvoll für die Stadt oder wenn man das Spiel beenden will (weil man vorne liegt oder bei Nicht-Provinz-Strategien, z.B. Gärten).
Kauf von Universitäten
Für normale Decks braucht man in der Regel keine Universität, taucht aber eine der genannten Synergien auf, so sollte man sich etwa 2 Universitäten zulegen. Für ein Kettendeck sind Universitäten aber sehr sinnvoll. Gibt es weitere Aktionsgeber, reichen hier wohl 2-3 Unis, ohne andere Aktionsgeber wird man schon 4-6 brauchen (und das sollte man sich zweimal überlegen).
Tricks mit Kartennehmern
Außerdem lassen sich mit der Universität Tricks spielen, weil man die Karte schon in der Aktionsphase nimmt:
- Zum Beispiel kann man sich einen Münzer nehmen, ohne Karten entsorgen zu müssen.
- Oder man zeigt einen Wachturm vor, legt die genommene Karte auf den Nachziehstapel, spielt dann den Wachturm aus, um die genommene Karte nachzuziehen und hat dann noch 1 Aktion frei, um diese Karte ausspielen zu können.
- In einem Durchlaufdeck hat man manchmal auch die Möglichkeit, die genommene Karte gleich noch zu ziehen, sodass man von ihrem Effekt schon einen Zug früher profitieren kann.
- Kann man vor der Universität eine “Rabatt-Karte” (z.B. Brücke) spielen, kann man den Rabatt ein zusätzliches Mal nutzen und sich mit der Universität z.B. einen Großen Markt oder Adelige nehmen.
Gut mit: Kettenstrategie – Aktionsgeber (z.B. Dorf, weitere Universitäten) + Kartenzieher (z.B. Schmiede, Bibliothek) + Support (z.B. Mine); Cantrips (z.B. Schatzkammer, Markt); 5er-Aktionskarten, die man massenhaft braucht (z.B. Lakaien, Laboratorien); Karten, die mehrfach einen besseren Effekt haben (z.B. Kerkermeister, Verschwörer, Schatzkarte); Nicht-Provinz-Strategien (z.B. Gärten)
Gut gegen: Angriffe, die wichtige Aktionskarten zerstören können (z.B. Trickser); Angriffe, die die Kaufkraft schwächen (z.B. Hexe, Beutelschneider)
Schlecht mit: Geldlastiger Strategie
Schlecht gegen: Schnelle Strategien (z.B. mit Kapelle)
Fazit:
Die Universität kann in vielen Fällen nützlich sein. Das ist aber stark von den anderen Königreichkarten abhängig. Es ist also besonders wichtig, sich vor dem Spiel zu überlegen, ob man hierfür einen Trank kauft oder nicht.
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