Lehrling
Lehrling
April 17, 2010 by Ole · 18 Kommentare
Warum ist der Lehrling kein guter Entsorger?
Der Lehrling zieht mehr Karten nach, wenn man eine wertvollere Karte entsorgt. Das Blöde ist: Man will ja nur wertlose Karten entsorgen. Die wird man besser mit Kapelle, Geldverleiher, Handelsposten & Co. los. Allerdings kann man mit dem Lehrling besonders gut mittelmäßige Karten (Kosten 3-4 GE) entsorgen, wenn man davon zu viele hat.
Warum ist der Lehrling ein guter Kartenzieher?
Als Kartenzieher hat der Lehrling eine ähnliche Funktion wie das Laboratorium: Man vergrößert seine Hankartenzahl und kann noch weitere Aktionskarten ausspielen. Der Lehrling gibt aber auch -1 Karte, denn man muss ja eine Karte entsorgen. Bei einem entsorgen Anwesen stört das zwar nicht, bei einem Silber aber umso mehr. Folglich muss man 3 Karten nachziehen, um den Laboratorien-Effekt zu erreichen und dafür eine 3 GE-Karte entsorgen. Die besondere Stärke des Lehrlings ist, dass man (mit einem Lehrling) auch sehr viele Karten nachziehen kann, wenn man z.B. Gold oder gar eine Provinz entsorgt. So kann man 8 Karten nachziehen, netto sagt der Lehrling also “+1 Aktion, +7 Karten”. Dafür müsste man erstmal 7 Laboratorien ausspielen! Natürlich muss man dafür eine Provinz entsorgen, aber in Verbindung mit einem Zusatzkauf und gutem Geld kann man so leicht auch 2 Provinzen kaufen oder zumindest wichtige Karten im Deck (z.B. Hexe, Besessenheit) ausspielen.
Muss ich “Futter” für den Lehrling beschaffen?
Eigentlich nein. Wenn man stets darauf achtet, genügend Geld und Zusatzkäufe im Deck zu haben und solange man in einem Zug bessere Karten kauft als man Karten mit dem Lehrling entsorgt hat, ist das Deck ausgewogen genug. Sollten aber Karten, die mittelmäßige Karten nehmen (z.B. Bürokrat, Werkstatt, Talisman, Schmuggler), ausliegen, ist es nicht falsch, darüber “Zusatzfutter” zu besorgen. So kann man in einem Deck mit Bürokraten einfach Silber entsorgen, ohne sich Gedanken machen zu müssen.
Kauf von Lehrlingen
Lehrlinge sind besonders gut in “Kettendecks” mit Zusatzkäufen und genug Geld. Hier kann man teure Karten entsorgen und dann noch mehr teure Karten kaufen. Dafür reichen 1-3 Lehrlinge. Liegen außerdem Kartennehmer (für “Zusatzfutter”), sind auch noch 2 weitere Lehrlinge gut. Liegen außerdem keine anderen Entsorger, so kann man auch ein paar Lehrlinge im Überschuss kaufen, um auch Kupfer loszuwerden. Gibt es aber keine Möglichkeit, Karten mit dem Lehrling gewinnbringend zu entsorgen, sollte man höchstens 1 Lehrling kaufen – besser wird der Lehrling kurz vor Spielende, wenn man sowieso nur noch Punktekarten braucht.
Gut mit: Zusatzkäufen (z.B. Markt, Brücke); Kartennehmern (z.B. Bürokrat, Talisman); Karten, die man oft ziehen will (z.B. Hexe, Besessenheit, Ausbau); Karten, die mit mehr Handkarten besser werden (z.B. Halsabschneider, Verschwörer, Gewölbe); Kupferentsorgern (z.B. Geldverleiher); Rabatt-Karten (z.B. Hausierer, Brücke, Steinbruch)
Schlecht mit: Dickes-Deck-Strategie (z.B. Gärten, Stein der Weisen)
Gut gegen: Angriffe, die die Kartenhand schwächen (z.B. Miliz, Beutelschneider);
Schlecht gegen: Fluchgeber (z.B. Hexe, Quacksalber), Besessenheit (Gegner kann viele Karten nachziehen, ohne entsorgen zu müssen)
Fazit: Lehrlinge sind fast immer gut und lassen sich besonders gut in Aktionsketten integrieren. Allerdings sind Lehrlinge schwieriger zu spielen, weil man immer ein ausgewogenes Deck behalten sollte.
-->



