Lohn
Lohn
September 18, 2010 by Ole · 9 Kommentare
Der Lohn ist eine Geldkarte, die nur eine GE wert ist aber drei GE kostet. Wenn man sie ausspielt, deckt man so lange Karten vom Nachziehstapel auf, bis man eine Geldkarte findet. Die muss man dann entweder entsorgen oder ablegen.
Dabei ist das Entsorgen von Geldkarten, besonders natürlich von Kupfer der eigentliche Zweck des Lohns und das Ablegen nur das Hintertürchen, wenn man eine Geldkarte aufdeckt, die man nicht entsorgen will.
Natürlich ist es wünschenswert, dass man immer entsorgen kann und nie ablegen muss. Andernfalls wäre der Lohn kaum besser als ein Kupfer und wesentlich schlechter als ein Silber. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, die Trefferquote des Lohns zu erhöhen:
Mitzählen:
Dies ist gleichzeitig die aufwändigste und unsicherste Art, den Lohn besser zu spielen. Trotzdem sollte man sie immer anwenden. Je genauer man die Zusammensetzung seines Nachziehstapels kennt, umso besser kann man entscheiden, ob man den Lohn ausspielt oder nicht.
Dabei ist Folgendes zu beachten:
1. Der Lohn überspringt alle Aktionskarten. Das ist in der Regel schlecht.
2. Der Lohn überspringt alle Punktekarten. Das ist in der Regel erwünscht.
3. 1GE ist 1GE. Den Lohn nicht zu spielen heißt auch, dass man in dieser Runde 1GE weniger zur Verfügung hat.
4. Mit dem Lohn gräbt man mindestens eine, oft sogar mehrere Karten tiefer ins Deck. So werden neu erworbene Karten schneller verfügbar.
Beispiele:
Besteht der Nachziehstapel aus genau 3 Anwesen und 1 Silber, so ist es sinnvoll, den Lohn auszuspielen. Tut man es nicht, ist die nächste Runde definitiv schlecht. Spielt man den Lohn, so hat man zumindest die Chance, eins oder mehrere der Anwesen zu überspringen und die nächste Runde damit besser zu machen, auch wenn man das Silber dafür ablegen muss.
Besteht der Nachziehstapel aus 1 Kupfer und 1 Hexe so ist es eher nicht sinnvoll, den Lohn auszuspielen, obwohl man sicher das Kupfer trifft. Es besteht die Gefahr, dass man die Hexe überspringt und dadurch einmal weniger fluchen kann.
Kein Geld kaufen:
Der Lohn findet offensichtliche Anwendung in bargeldlosen Decks (Lakaien, Jahrmarkt-Bibliothek, Verschwörerketten usw.). Da man keine Geldkarten kauft, trifft man mit dem Lohn sicher ein Kupfer. Diese Strategie wird besser, wenn kostengünstige Alternativen für Silber ausliegen (Fischerdorf, Leuchtturm). Die günstigen Karten sind deshalb wichtig, weil der Geldwert des Lohns so gering ist und man kein Silber kauft. Das macht es schwierig, auf mehr als 4 GE zu kommen.
Ist das Deck erst mal vom Kupfer befreit, kann man den Lohn entsorgen und auch anfangen, sich hochwertiges Geld zu kaufen. Deshalb lässt sich der Lohn auch als Startkarte besonders in Verbindung mit einem Müllverwerter, Bischof oder Umbau verwenden. So kann man das Deck rasend schnell von Kupfer und Anwesen befreien und zügig anfangen ein hochwertiges (Geld-)Deck aufzubauen.
Aktionskarten verwenden:
Es gibt zahlreiche Aktionskarten, die die Treffsicherheit des Lohns erhöhen. Dies sind neben den Lieferanten virtuellen Geldes (siehe oben) alle Karten, die den Nachziehstapel manipulieren:
Zunächst einmal wäre da der ohnehin sträflich unterbewertete Burghof. Am Spielanfang legt man sich damit primär Anwesen auf den Nachziehstapel, um sie dann mit dem Lohn zu überspringen. Später legt man sich Kupfer obenauf, das man dann mit dem Lohn entsorgt.
Der Späher funktioniert ebenfalls ganz hervorragend, solange er mindestens ein Kupfer erspäht.
Und auch der unbeliebte Navigator ist endlich mal zu was nütze. Durch das virtuelle Geld, das er liefert, passt er auch prima in ein Deck mit Lohn.
Außerdem kann man mit einem Wunschbrunnen sein Glück versuchen, sollte es aber tunlichst vermeiden, sich Kupfer zu wünschen. Besonders wenn man weiteres Geld im Deck hat, sollte man sich stattdessen das wünschen, um es vorm Lohn zu beschützen.
Eigene und gegnerische Spione lassen gerne mal ein Kupfer oben liegen. Geheimkammern und gegnerische Geisterschiffe legen auch gerne Kupfer obenauf.
Auf diese Weise kann man den Lohn auch in einer Geldstrategie spielen.
Von einer Nutzung mit dem Apotheker ist abzuraten. Der bringt ja genau die Karten auf die Hand, die man mit dem Lohn eigentlich entsorgen will.
Sollte es keine anderen Entsorger für das Kupfer geben, so kann man auch ohne Synergien mit dem Lohn sein Glück versuchen. Der Nachteil, eine Geldkarte ablegen zu müssen ist nicht so gravierend und wird durch die Chance, ein Kupfer zu entsorgen wieder aufgewogen.
Fazit:
Der Lohn ist ein Entsorger mit Glückselement. Kann man dem Glück durch eine passende Strategie oder synergierende Karten auf die Sprünge helfen, ist der Lohn eine gute Wahl. Ansonsten sollte man den Lohn nur spielen, wenn gar keine anderen Kupferentsorger ausliegen.
Gut mit:
- Bargeldlosen Strategien
- Deckmanipulierern (Burghof, Navigator, usw.)
Schlecht mit:
- Kupferstrategien (Kupferschmied, Leihhaus, Apotheker, usw.)
- Geldstrategien (Schatzkarten, Bürokrat, Hort, Bank, usw.)
- Abenteurer (weil der Lohn nur Geldkarten findet, die nicht auf der Hand sind)
Gut gegen:
- Spione, Bürokraten, Seehexen, quasi alles, was einem schlechte Karten aufs Deck legt.
- Geisterschiff
- Karten, die einem Kupfer ins Deck bringen (Quacksalber, Botschafter, Maskerade, usw.)
- Beutelschneider
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