Hort
Hort
September 18, 2010 by Ole · 2 Kommentare
Der Hort ist eine Geldkarte, die den Spieler für etwas belohnt, was er ohnehin (irgendwann) tun will: Punktekarten kaufen. Die Belohnung dafür ist ein zusätzliches Gold.
Punktekarten verstopfen in der Regel das Deck. Diesem Vorgang kann man mit Horten entgegenwirken, weil der Spamfaktor der Punktekarte durch das gratis-Gold abgepuffert wird. Dafür ist es aber notwendig, dass man mit einer Geldkarte (also dem Hort) und auch mit dem zusätzlichen Gold überhaupt etwas anfangen kann. Im Lakaiendeck wird man diese Karten beispielsweise eher als störend empfinden. Wenn man sich aber für eine Geldstrategie entscheidet, so ist es zumindest am Anfang ein Fehler, Gold zu kaufen, wenn man stattdessen einen Hort holen könnte.
Es ist nicht unbedingt notwendig, dass man mehr als einen oder zwei Horte kauft. Da man aber pro gekaufter Punktekarte für jeden Hort im Spiel ein Gold erhält, ist es durchaus vorteilhaft, wenn man mehrere im Spiel hat. So wird die Spamwirkung der Punktekarten noch mehr abgepuffert. Die Wahrscheinlichkeit dafür kann man erhöhen, indem man mehrere Horte kauft, aber man kann auch mit dem Entsorgen von anderen Karten und mit dem Ziehen von mehr Karten nachhelfen. Besonders geeignet zum “Kartenziehen” sind Abenteuer und Abenteurer. Auch das Filtern mit Keller oder Lagerhaus kann hilfreich sein, besonders da man tendenziell mehr und früher Punktekarten kauft.
Hat man den Hort erst mal im Spiel, will man meistens auch eine Punktekarte kaufen. Dann ist es natürlich vorteilhaft, wenn die passenden Karten ausliegen. Dies sind insbesondere die kombinierten Punktekarten. Eine Große Halle verstopft das Deck wesentlich weniger als ein Anwesen oder Herzogtum. Das Gleiche gilt für Adelige und Harem.
Besonders hervorzuheben ist die Insel, die man zusammen mit anderen störenden Punktekarten dauerhaft wieder aus dem Deck entfernen kann. Dadurch wird auch wieder die Chance erhöht, mehrere Horte gleichzeitig ins Spiel zu bringen.
Auch mit Gärten und Herzögen im Spiel ist der Hort gut. Diese Karten verstopfen zwar das Deck, aber durch das hinzugewonnene Gold kommt man auch später noch sehr sicher auf 4 oder 5GE. Für die Gärten ist es außerdem gut, wenn zusätzliche Karten ins Deck kommen.
Außer der Insel gibt es aber noch weitere Möglichkeiten, zu verhindern, dass Punktekarten die Hand verstopfen:
Die beiden besten sind der Müllverwerter und der Lehrling. Beide erlauben es, aus den ärgerlichen Punktekarten noch Profit zu schlagen.
Dabei gibt der Müllverwerter einen Extrakauf, der mit Hort im Spiel natürlich besonders interessant ist.
Der Lehrling zieht mehr Karten und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit, mehrere Horte ins Spiel zu bringen. Für beide Karten gilt, dass man mangels Alternativen auch nicht davor zurückschrecken sollte auch mal ein Gold zu entsorgen. Schließlich erhält man das Gold ja wieder zurück, sobald man eine Punktekarte kauft.
Ebenfalls erwähnenswert sind die anderen Karten, mit denen man Punktekarten profitabel entsorgen kann. Dazu zählen Anbau (Herzogtum –> Hort), Umbau und Ausbau, Kunstschmiede, Bischof und in geringem Maße auch die Verwandlung.
Eine weitere Synergie besteht mit dem Wachturm. Damit kann man auch mal Anwesen kaufen, die man mit dem Wachturm wieder entsorgt, während man sich das Gold auf den Nachziehstapel legt.
Die Handelsroute verleitet ebenfalls zum frühen Punktekauf und ist gleichzeitig ein Entsorger. Der ideale Partner für den Hort. Zumal sie auch den Zusatzkauf bringt.
Zu guter Letzt sei noch das Gewölbe erwähnt, das den Kauf eines Horts garantiert und mit dem man Punktekarten für GE ablegen kann.
Gut mit:
- kombinierten Punktekarten (Insel, Große Hallen, Harem, Adelige etwa in dieser Reihenfolge)
- Entsorgern, die Profit bringen (Müllverwerter, Lehrling,…, Anbau, Umbau, Ausbau,…)
- Gärten, Herzog
- Handelsroute
- Zusatzkäufen
Gut gegen:
- Trickser, Saboteur (solange sie den Hort verfehlen)
Schlecht mit
- Schatzkammer (mit der man nach Möglichkeit lieber keine Punktekarten kaufen will)
- Lakaien und anderen Strategien, die Hort, Punkte und Gold als störend empfinden
Schlecht gegen
- Besessenheit (der Gegner erhält das Gold und die Punktekarte)
Fazit:
Der Hort ist keine Karte, die eine eigene Strategie mit sich bringt und sicherlich ist er nicht immer die richtige Wahl. Wenn man sich jedoch für eine Geldstrategie entscheidet, ist es richtig, Horte statt Gold zu kaufen. Die Anwesenheit bestimmter Karten kann die Entscheidung zugunsten einer Geldstrategie beeinflussen.
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