Bank
Bank
September 18, 2010 by Ole · 22 Kommentare
Die Bank kostet 7 GE und ist so viele GE wert, wie Geldkarten im Spiel sind. Im schlimmsten Fall ist sie also nur 1 GE wert, sie kann aber durchaus mehr wert sein als Platin.
Die Bank ist eine gute Karte, wenn man mit hoher Wahrscheinlichkeit vorher zwei Geldkarten spielen kann. In dem Fall ist sie ebenso gut wie Gold.
Richtig grandios wird die Bank dann, wenn es gelingt, sehr viele Geldkarten vorher auszuspielen. Deshalb harmoniert die Bank besonders gut mit Karten, die weitere (Geld-) karten mit sich bringen. Dazu zählen – neben dem sehr gut geeigneten Taktiker – die einfachen Kartenzieher wie Laboratorium, Karawane und Schmiede, aber auch die Karten, die spezifisch nach Geld suchen. Dies sind insbesondere Apotheker, Leihhaus sowie Abenteuer und Abenteurer. In jedem Fall sollte man die Bank nach Möglichkeit immer als letzte Geldkarte ausspielen, da sie dann offensichtlich am meisten wert ist.
Die Bank in einer Kette:
Spielt man eine Kettenstrategie, die nicht auf virtuellem Geld basiert, so ist die Bank mit hoher Wahrscheinlichkeit die beste Geldkarte, die man sich wünschen kann. Schön, dass man mit so einer Strategie auch recht schnell auf 7GE kommt, um sich die Bank erst mal zu kaufen.
Ziel einer solchen Kette ist dann, möglichst viele Karten (besonders Geldkarten) auf die Hand zu kriegen. Die Bank erzeugt dann extrem viel Geld (oft sogar 7 und mehr GE). Bei mehreren Banken geht das denn schnell auf 20 und mehr GE. Damit man dieses Geld dann auch voll ausnutzen kann, braucht man Zusatzkäufe. Deshalb empfehlen sich als Aktionsgeber besonders das Arbeiterdorf und der Jahrmarkt und als Kartenzieher die Werft und die Ratsversammlung.
Megaturn-Strategie:
Gelingt der Aufbau einer Kette, die mindestens 4 Extrakäufe ermöglicht, so kann man auch versuchen, eine Megaturn-Strategie zu spielen. Bei dieser Strategie verzichtet man solange auf den Kauf von Punktekarten, bis man den Punkt erreicht, an dem man in einem Zug so viele Punkte kaufen kann, dass das Spiel quasi beendet ist.
Im konkreten Fall mit der Bank wird das folgendermaßen umgesetzt: Wenn man an dem Punkt angekommen ist, wo man 2 Provinzen kaufen kann, kauft man stattdessen 2 Banken. So kommt man im nächsten Zug auf genügend Geld, um 4 Provinzen kaufen zu können.
Für den Aufbau der Kette empfiehlt sich beispielsweise die beliebte Kombination aus Apothekern und Märkten.
Der Vorteil dieser Strategie ist, dass die Punktekarten das Deck nicht stören, da das Spiel nach dem Kauf der ersten Punktekarte schon beendet ist. Gerade mit der Bank ist das wichtig, weil die Punktekarten gleich noch den Wert der Bank mindern.
Die Bank in Koloniespielen:
Die Kolonie ist die teuerste Karte im Spiel. Die Bank ist die Geldkarte, die potenziell am meisten GE erzeugt. Insofern ist es logisch, dass man in Koloniespielen selten auf die Bank verzichten möchte. Im Zweifelsfall würde ich aber meistens zum solideren Platin greifen, wenn ich es mir leisten kann. Nur in speziell darauf ausgerichteten Decks erzeugt die Bank regelmäßig mehr als 5 GE.
Die Bank kontern:
Kontern kann man die Bank recht gut mit Flüchen und Angriffen auf die Kartenhand. Beides verringert die Anzahl der Geldkarten auf der Hand und macht die Bank somit weniger wertvoll.
Fazit
Die Bank ist die Geldkarte im Spiel, die die meisten GE produzieren kann.
In Spielen in denen teure Karten nicht so wichtig sind (also in erster Linie Spiele ohne Kolonien) und wo es keine Extrakäufe gibt, sollte man sich überlegen, ob man wirklich den vollen Nutzen aus einer Bank ziehen kann. Andernfalls ist es sicherer, sich stattdessen ein Gold zu kaufen.
Gut mit:
- Kolonien
- anderen teuren Karten
- Extrakäufen
- Kettenstrategien
- Abenteuer, Abenteurer, Leihhaus, Apotheker, bedingt auch Handelsposten und Entdecker
Schlecht mit:
- Bargeldlosen Strategien (Lakaien, Verschwörer, Jahrmarkt-Bibliothek)
- Setups ohne Extrakäufe und ohne wichtige teure Karten
Gut gegen:
- nichts
Schlecht gegen:
- Angriffe auf die Kartenhand, besonders Beutelschneider
- Fluchgeber
- Dieb und Piratenschiff
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